GEBAS Service

10.05.2022

Noch keine Entspannung in Sicht

Die Preisentwicklung bei Rohstoffen ist immer noch schwer einzuschätzen. Wohin es geht und ob alle Rohstoffe zukünftig auch verfügbar sind, ist nicht vorhersehbar. Das macht eine Produktkalkulation nicht einfacher. Ein Preis für die Kugel Eis, der den Wareneinsatz, die Energiekosten, die Beschaffung und alle Verbrauchsmaterialien umfassend berücksichtigt, ist deshalb wichtiger denn je und eine Kalkulation, die wirklich aktuelle Kostenkomponenten beinhaltet existenzsichernd.

Raps- und Sonnenblumenöl sind knapp. Das ist an den leeren Regalen im Supermarkt unschwer zu erkennen. Und kommt eine Öl-Lieferung ist die Abgabemenge pro Verbraucher beschränkt. Spätestens an der Kasse fallen dann auch die extremen Preissteigerungen auf. Bei Weizen wird es ebenfalls eng. Der Krieg in der Ukraine, mitten in der Kornkammer Europas, verheißt Lieferengpässe und höhere Preise. Die deutschen Bauern schwenken schon auf Getreideanbau um, was wiederum zu Lasten des Rübenanbaus geht. Weniger Zuckerrüben bedeuten dann weniger Zucker auf dem Markt. Auch hier sind Preissteigerungen vorprogrammiert. Nur einige Beispiele von vielen. Aktuell sind alle Märkte von Mangel und Preiserhöhungen betroffen.

Wissen, was was kostet

Bereits im vergangen Jahr haben wir in den EIS NEWS über Preisentwicklungen berichtet und eine Steigerung des Eiskugelpreises für 2022 angeregt. Es ging um eine Erhöhung von 0,20 Euro pro Kugel. Doch ist das wirklich ausreichend? Denn neben den Rohstoffen haben sich zum Beispiel auch die Energiekosten vervielfacht.

Unsere Empfehlung: Kalkulieren Sie umfassend und beziehen Sie wirklich alle Komponenten der Produktion und Ihre Betriebskosten mit ein. Es lohnt, alles aktuell neu zu checken und sich nicht auf frühere Kalkulationen zu verlassen. Nur so kommen Sie zu einem realistischen Kugelpreis, der Ihr Geschäft auch langfristig trägt.

Unterstützung gesucht?

Es gibt vielfältige Seminare und Workshops zur Preiskalkulation und Verbesserung des Betriebsergebnisses, die Hilfestellung für die Kostenrechnung und Unterstützung bei individuellen Fragestellungen geben. Auch, wenn es nicht immer explizit über die Eisbranche geht, kann eine Weiterbildung hilfreich sein. Ein Blick über den eigenen Tellerrand in andere Branchen lohnt immer, wenn die Inhalte des Seminars stimmen. Preise und Preiskalkulation bewegt auch viele andere Branchen.

Informieren Sie sich einfach im Vorfeld bei Ihrer Kammer, bei Verbänden oder einem privaten Anbieter über die genauen Inhalte, die vermittelt werden. So können Sie sicher sein, dass Sie richtig sind und die Hilfestellung bekommen, die Sie brauchen.

Viele Anbieter, viele Angebote

Die örtlichen Industrie- und Handelskammern haben breite Weiterbildungsangebote. Hier ein Beispiel der IHK-Frankfurt.

Die DEHOGA, der Hotel- und Gaststättenverband bietet in seiner DEHOGA Akademie Seminare zum Kostenmanagement.

Vielleicht lohnt auch ein Ausflug zum TÜV. Auch hier werden Weiterbildungen zum Thema Kostenrechnung und Kostenanalyse angeboten.

Sie werden bestimmt auch bei Ihnen vor Ort fündig. Vielleicht fragen Sie auch einfach mal bei Ihrer Steuerberatung nach. Steuerberatungen sind auch nah dran am Thema und könnten gute Tipps und Empfehlungen geben.

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Bild Jason Leung auf unsplash.com

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Autor

Caroline Zöller

Eisliebhaberin und schon aus reinem Eigennutz immer an den neuesten Trends und Entwicklungen in Sachen Eis, Kulinarik und Gastronomie interessiert. Dazu sind Kommunikation, Marketing und die perfekte Kundenansprache ihr Steckenpferd. Sie ist presserechtlich verantwortlich für den Inhalt (V.i.S.d.P.)