GEBAS Tipp

10.12.2018

Kampfansage an den To-Go-Becher

In Deutschland werden stündlich 320.000 Coffee To-Go-Becher verbraucht. Pro Jahr sind das fast drei Milliarden Stück Einwegbecher. Die Zahl der Verbraucher, die besonders häufig oder gelegentlich To-Go Angebote nutzen, liegt deutschlandweit bei 70 Prozent.

Die Zahlen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) belegen eindrucksvoll, der Kaffee unterwegs liegt voll im Trend. „To Go“ hat sich zum Lebensgefühl entwickelt und damit auch ein System, das so einigen Müll mit sich bringt. Rund 15 Minuten ist ein Einwegbecher im Einsatz, bevor er im Abfall landet. Eine recht kurze Lebenszeit, wie Florian Palachy, Mitbegründer der Recup GmbH meint. Das im September 2016 in München gegründete Unternehmen bietet ein Mehrweg-Pfandsystem für Coffee-To-Go-Becher an. Im teilnehmenden Café erhält der Kunde den Recup-Becher gegen ein Pfand von einem Euro. Als Anreiz zum Mitmachen gibt es die Bestellung ein bisschen günstiger als im Einwegbecher. Leergutbecher können ungespült an jedem Recup-Standort wieder abgegeben werden. Den Euro gib’s zurück. Das Mehrwegsystem wird deutschlandweit in verschiedenen Städten an rund 1.400 Standorten angeboten und ist bei diversen Großketten im Test. In München ist die Kette „Coffee Fellows“ dabei und seit August 2018 sind die Stadt Wolfsburg und die Volkswagen-Gastronomie in der Autostadt Mitglied im Pfandsystem.

Eine gute Idee, doch mit einigen Haken verbunden. In den teilnehmenden Städten gibt es noch kein flächendeckendes Netz von Gastronomiebetrieben, die mitmachen. Die Becher können nicht mal eben wieder abgegeben werden und stapeln sich dann am Arbeitsplatz oder fristen in Haushalten ein zweckentfremdetes Dasein. Und dann ist beim nächsten Kaffee-Kauf wieder ein neuer Becher fällig. Erst bei größerer Verbreitung oder als geschlossenes System – zum Beispiel in einem Freizeitpark – macht so ein Pfandsystem Sinn und ist praktisch für die Kunden. 

Ideen für den Kaffee unterwegs

Einen anderen Ansatz in Sachen Einwegbecher verfolgt aktuell der Britische Papierhersteller James Cropper. Auch in Großbritannien ist „To Go“ in Mode und führt zu rund 2,5 Milliarden Abfallbechern Jahr. Alles Müll, der allerdings aus hochwertigem Material besteht. Und genau das interessiert James Cropper. Gemeinsam mit dem Entsorgungsunternehmen Veolia verarbeitet das Unternehmen die Abfall-Becher zu hochwertigen Papieren für die grafische Industrie. In teilnehmenden Gastronomiebetrieben und bei Einzelhändlern hat Cropper Tassen-Sammelstationen eingerichtet. Benutzte Becher werden dort in besonders festen Mülltüten gesammelt, vom regulären Entsorger – zusammen mit dem anderen Müll – abgeholt und zur Papiermühle gebracht. Hier werden die Becher dann zu hochwertigen Feinstpapieren verarbeitet. Mit der Cupcycling™-Technologie kann das Unternehmen bis zu 500 Millionen Becher pro Jahr recyceln. Rund 20 Millionen wurden bereits zu neuem Papier und in ihrem zweiten Leben u.a. zu hochwertigen gelben Tragetaschen des britischen Kaufhauses Selfridges  verarbeitet. Bei den britischen Kaffee-Kunden kommt das Recyclingsystem gut an, denn es gibt ihnen das Gefühl an einer guten Sache beteiligt zu sein. 

Nachhaltigkeit punktet. ECups von GEBAS

Nachhaltige Kaffeebecher sind gute für das To-Go-Geschäft

Wer in unseren Breiten nachhaltig aktiv werden möchte, kann auf Kaffeebecher aus der BIOCUP-Serie umsteigen. Die bestehen aus FSC-zertifiziertem Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft und haben – statt Plastik – eine Innenbeschichtung aus Zuckerrohrfasern. Oder Sie entscheiden sich für den E-Cup, den wir brandneu im Angebot haben. Die Becher mit MATER-BI®-Beschichtung, einer Markenbezeichnung des italienischen Herstellers Novamont, sind innen mit einem Stärke-Mix auf Basis pflanzlicher Komponenten ausgestattet. Aus rund 85% Maisstärke, anderen pflanzlichen Stoffen und Öl entsteht der biologisch abbaubare und kompostierbare Bio-Kunststoff, der sich perfekt zur Innenbeschichtung von Nahrungsmittelbehältern und Getränkebechern eignet. Unsere neuen E-Cups sind, wie die BIOCUPS, aus FSC®-zertifiziertem Papier und durch ihre umweltfreundliche Beschichtung wasserdicht und super für warme und kalte Produkte geeignet.

Bild Coffee: Maria Vernigora auf Unsplash
Bild ECup: Gebas

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Autor

Caroline Zöller

Eisliebhaberin und schon aus reinem Eigennutz immer an den neuesten Trends und Entwicklungen in Sachen Eis, Kulinarik und Gastronomie interessiert. Dazu sind Kommunikation, Marketing und die perfekte Kundenansprache ihr Steckenpferd. Sie ist presserechtlich verantwortlich für den Inhalt (V.i.S.d.P.)